Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag informiert (27. Januar 2012)
Liebe Parteifreundinnen und -freunde,
der Zeitplan in dieser Woche wurde von der Opposition um gleich drei Aktuelle Stunden erweitert. Dies konnte wichtige Gesetzesvorhaben aber nicht aufhalten. Am Donnerstag hat der Deutsche Bundestag das Zweite Finanzmarktstabilisierungsgesetz beschlossen. Das Gesetz wirkt präventiv und soll Banken für Finanzkrisen besser rüsten. Die Banken werden bei besonderen Risikolagen verpflichtet, eine Eigenkapitalquote von neun Prozent als Puffer vorzuhalten. Bis zum 30. Juni haben insgesamt sechs Banken den Auftrag, sich aus eigenen Mitteln gegen den Krisenfall abzusichern. Gleichzeitig wird der Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) reaktiviert. Wer hieraus Hilfe beansprucht, muss dafür allerdings eine Gegenleistung erbringen und ein solides zukunftsfähiges Geschäftsmodell vorweisen können. Hohe Summen müssen vom Bundestag genehmigt werden. Damit wird auch die Rolle des Parlaments gestärkt. Boni-Zahlungen für Manager sind mit Hilfe des Fonds nicht möglich.
Endlich kann der Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der rechtsextremistisch motivierten Mordserie eingesetzt werden. Alle Fraktionen des Deutschen Bundestages haben dem zugestimmt. Der FDP-Bundestagsfraktion geht es dabei insbesondere um die politische Aufklärung. Während die Generalbundesanwaltschaft sowie das Bundeskriminalamt für die strafrechtliche Aufarbeitung zuständig sind, soll der Untersuchungsausschuss die Frage klären, wer die politische Verantwortung für das Versagen der Behörden trägt. Eine zusätzlich eingerichtete Bund-Länder-Kommission untersucht, wie die Sicherheitsarchitektur zukünftig beschaffen sein muss, um den Rechtsextremismus in Deutschland zu bekämpfen.
Das ISAF-Mandat ist das wichtigste Mandat der deutschen Bundeswehr. Bereits seit zehn Jahren sind deutsche Streitkräfte am Einsatz in Afghanistan beteiligt. Das Mandat ist nun bis zum 31. Januar 2013 verlängert worden. Gleichzeitig wurde die Truppenstärke von 5.350 Soldatinnen auf 4.900 reduziert. Weitere 500 Soldatinnen und Soldaten sollen bis Ende des Jahres abgezogen werden. Denn die Perspektive ist klar: Ende 2014 wollen wir raus aus Afghanistan. Zumindest die kämpfenden Truppen, denn auch danach werden wir die Afghanen nicht alleine lassen und beim zivilen Wiederaufbau des Landes weiter Unterstützung leisten.
Nachdem das Deutschlandstipendium erst zögerlich angenommen wurde, haben mittlerweile drei Viertel aller Hochschulen ihr Kontingent ausgeschöpft. Weitere sollen folgen. Langfristig will die FDP-Bundestagsfraktion die Zahl der Deutschlandstipendien auf 20.000 steigern. Dies ist eines der Ergebnisse des Fachgesprächs zum Deutschlandstipendium, in dem knapp ein Jahr nach dem Start erstmals Bilanz gezogen wurde. Weitere Informationen hierzu und wie Sie selber aktiv werden können, finden Sie unter www.fdp-fraktion.de/deutschlandstipendium.
Michael Link ist am Dienstag, 24. Januar 2012 offiziell zum Staatsminister im Auswärtigen Amt ernannt worden. Dazu gratulieren wir ihm herzlich. Seine Nachfolge als Vorsitzender des Arbeitskreises I – Internationale Politik – hat unsere Außenpolitiker Dr. Rainer Stinner übernommen. Europapolitischer Sprecher soll Joachim Spatz werden. Er wird in der nächsten Sitzungswoche im Februar gewählt.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg van Essen
Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion
der Zeitplan in dieser Woche wurde von der Opposition um gleich drei Aktuelle Stunden erweitert. Dies konnte wichtige Gesetzesvorhaben aber nicht aufhalten. Am Donnerstag hat der Deutsche Bundestag das Zweite Finanzmarktstabilisierungsgesetz beschlossen. Das Gesetz wirkt präventiv und soll Banken für Finanzkrisen besser rüsten. Die Banken werden bei besonderen Risikolagen verpflichtet, eine Eigenkapitalquote von neun Prozent als Puffer vorzuhalten. Bis zum 30. Juni haben insgesamt sechs Banken den Auftrag, sich aus eigenen Mitteln gegen den Krisenfall abzusichern. Gleichzeitig wird der Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) reaktiviert. Wer hieraus Hilfe beansprucht, muss dafür allerdings eine Gegenleistung erbringen und ein solides zukunftsfähiges Geschäftsmodell vorweisen können. Hohe Summen müssen vom Bundestag genehmigt werden. Damit wird auch die Rolle des Parlaments gestärkt. Boni-Zahlungen für Manager sind mit Hilfe des Fonds nicht möglich.
Endlich kann der Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der rechtsextremistisch motivierten Mordserie eingesetzt werden. Alle Fraktionen des Deutschen Bundestages haben dem zugestimmt. Der FDP-Bundestagsfraktion geht es dabei insbesondere um die politische Aufklärung. Während die Generalbundesanwaltschaft sowie das Bundeskriminalamt für die strafrechtliche Aufarbeitung zuständig sind, soll der Untersuchungsausschuss die Frage klären, wer die politische Verantwortung für das Versagen der Behörden trägt. Eine zusätzlich eingerichtete Bund-Länder-Kommission untersucht, wie die Sicherheitsarchitektur zukünftig beschaffen sein muss, um den Rechtsextremismus in Deutschland zu bekämpfen.
Das ISAF-Mandat ist das wichtigste Mandat der deutschen Bundeswehr. Bereits seit zehn Jahren sind deutsche Streitkräfte am Einsatz in Afghanistan beteiligt. Das Mandat ist nun bis zum 31. Januar 2013 verlängert worden. Gleichzeitig wurde die Truppenstärke von 5.350 Soldatinnen auf 4.900 reduziert. Weitere 500 Soldatinnen und Soldaten sollen bis Ende des Jahres abgezogen werden. Denn die Perspektive ist klar: Ende 2014 wollen wir raus aus Afghanistan. Zumindest die kämpfenden Truppen, denn auch danach werden wir die Afghanen nicht alleine lassen und beim zivilen Wiederaufbau des Landes weiter Unterstützung leisten.
Nachdem das Deutschlandstipendium erst zögerlich angenommen wurde, haben mittlerweile drei Viertel aller Hochschulen ihr Kontingent ausgeschöpft. Weitere sollen folgen. Langfristig will die FDP-Bundestagsfraktion die Zahl der Deutschlandstipendien auf 20.000 steigern. Dies ist eines der Ergebnisse des Fachgesprächs zum Deutschlandstipendium, in dem knapp ein Jahr nach dem Start erstmals Bilanz gezogen wurde. Weitere Informationen hierzu und wie Sie selber aktiv werden können, finden Sie unter www.fdp-fraktion.de/deutschlandstipendium.
Michael Link ist am Dienstag, 24. Januar 2012 offiziell zum Staatsminister im Auswärtigen Amt ernannt worden. Dazu gratulieren wir ihm herzlich. Seine Nachfolge als Vorsitzender des Arbeitskreises I – Internationale Politik – hat unsere Außenpolitiker Dr. Rainer Stinner übernommen. Europapolitischer Sprecher soll Joachim Spatz werden. Er wird in der nächsten Sitzungswoche im Februar gewählt.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg van Essen
Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion






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